Roy Lichtenstein

Roy Lichtenstein wurde am 27. Oktober 1923 in einer normalen Familie in Manhatten geboren und ist am 29. September 1997 an den Folgen einer Lungenentzündung verstorben. Seine Schulzeit verbrachte er in einer Privatschule und im Jugendalter entwickelte er seine Leidenschaft für das Malen und Zeichnen. 1939 begann er mit den Kursen bei Reginald Marsh, 1940 schrieb er sich an der Universität ein, um Künstler zu werden. Er entschloss sich für ein Lehramtsstudium an der Kunstakademie. Während dieser Zeit malte er vorwiegend Themen aus dem Expressionismus mit seinem Professor Hoyt L. Sherman.

Sein Studium musste er für den Militärdienst in Europa unterbrechen. Danach besuchte er in Frankreich an der Universität einige Kurse, reiste allerdings bald zurück um bei seinem Mentor Sherman die Methode „Flash room“ zu probieren und zu erlernen. 1950 schloss er auch sein Masterstudium ab und unterrichtete als Dozent. Während seines Masterstudiums heiratete er Isabel Wilson und wurde Vater von zwei Söhnen, die Ehe scheiterte allerdings.

Erfolg stellte sich lange nicht ein

Seine ersten Einzelausstellungen waren in Cleveland und New York, doch der Erfolg wollte sich nicht einstellen. Anfang der 1950er Jahre konzentrierte sich Lichtenstein auf Expressionismus und Abstraktion und sorgte damit für irritierende Verfremdung. Damit er überleben konnte, wurde er Assistenzprofessor für Kunst. 1956 konnte man erstmals etwas von Pop Art erkennen in seinen Werken, doch der Erfolg stellte sich wieder nicht ein. Gelegentlich zeichnete er wieder Comics, die nie gezeigt wurden. 1960 arbeitete er wieder als Unilehrer und durch die richtigen Kontakte gelangte ihm danach der Durchbruch mit „Look Mickey“. Danach konnte er von seinen Werken leben!

Seine Werke waren durch eine starke Themenfächerung ausgeprägt, wo alles nachzuvollziehen ist, doch er stellte auch in Dreidimensionalität dar. Immer wieder können Parallelen zu anderen Künstlern hergestellt werden. Mitte der 1960er Jahre stellte er Skulpturen und Gemälde aus Keramik her, und befasste sich mit Monumentalarchitektur. 1970 lag sein Schwerpunkt auf optischen Täuschungen und er wurde auserwählt eine öffentliche Skulptur zu fertigen. 20 Jahre vor seinem Tod kehrte er zum Expressionismus und zu den surrealen Grundlagen zurück. In den letzten zwei Jahren vor seinem Tod wurde ihm der Kyoto-Preis und der Ehrendoktor verliehen.